Mens sana in corpore sano

Nähre den Körper, nähre den Geist

Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper – das wussten die Römer schon vor 2000 Jahren und das ist etwas, das wir, als reiche und gesunde Westliche, oft vergessen, wenn wir hinausgehen, um Völkern in anderen Ländern und auf anderen Kontinenten das Evangelium zu bringen.

Gestern war Pastor Timothy Gaikwad, Geschäftsführer von IMCares in Mumbai, Indien (https://seekandcare.de/), in unserer Gemeinde zu Gast und hat einen Bericht gegeben über die Aktivitäten seiner Organisation. Ein integraler Teil der Arbeit, die seine Organisation in den Slums von Mumbai tut, ist, den Menschen, die auf der Straße leben, mit grundlegender medizinischer Hilfe zu versorgen. Sie tun dies indem sie entweder direkt zu ihnen gehen, um sie ihnen zu bringen oder sie ins Krankenhaus zu bringen, oder indem sie ihre Türen für sie öffnen, damit sie hereinkommen und sich ausruhen können und sich in der Krankenstation versorgen lassen können. Dieser Bericht hat gezeigt, wie einfach es ist, Menschen die Liebe Gottes zu zeigen, indem man ihnen freundlich und mit Respekt begegnet und sich um ihre körperlichen Bedürfnisse kümmert.

Jesus sagt zwar, dass ein Mensch nicht vom Brot allein lebt, aber ein Mensch, der hungrig oder krank oder verletzt ist, braucht zuerst jemanden, der sich um seine körperlichen Bedürfnisse kümmert, bevor er wirklich Gottes Wort aufnehmen kann. Das ist auch die Geschichte von Diospi Suyana. Wenn man die verschiedenen Bereiche betrachtet, die mittlerweile Teil des Projekts sind, kann man ganz klar dieselbe Idee entdecken: zuerst nähre den Körper, damit der Geist empfangen kann. Zuerst gab es das Krankenhaus, das sich um die körperlichen Bedürfnisse der Menschen kümmert. Dann die Kinderclubs, die den Kindern, die auf der Straße leben, ein sicheres Umfeld bieten, wo sie eine warme Mahlzeit erhalten und zusammen spielen können. Später kam dann die Schule, um den Kindern Bildung zu bringen und ihnen eine Zukunft zu bieten. Und zum Schluss (bisher) das Medienzentrum, um das Evangelium an alle Menschen in Peru auszustrahlen (nur Südperu bisher, aber sie kommen schon noch dahin).

Nähre den Körper, dann nähre den Geist. Deshalb glaube ich an die Arbeit, die Diospi Suyana in Peru tut.

Auf der anderen Seite, wenn wir das Evangelium gehört und in unser Herz aufgenommen haben, kann Gott uns einen neuen Körper schenken. Er kann uns frei machen von Süchten, von Krankheiten, von Schmerz. Er kann nicht nur unser Herz und unsere Seele erneuern, er kann unseren Körper erneuern. Aus diesem Grund gibt es bei Diospi Suyana jeden Morgen einen Gottesdienst für die Belegschaft und die Patienten, deshalb beten sie vor den Operationen, deshalb beten sie, wenn menschliche Medizin versagt. Zum Schluss ist es Gott, der wirkt, der heilt, der uns frei macht. Bei Diospi Suyana geht menschliche Medizin Hand in Hand mit der Überzeugung, dass Gott uns sieht und dass er der ultimative Heiler ist.

Deshalb reicht es manchmal nicht aus, ein Volk mit dem Evangelium zu erreichen. Manchmal ist es wichtiger, zuerst die körperlichen Bedürfnisse zu versorgen, oder das ist vielleicht schon genug.

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google photo

You are commenting using your Google account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s

Powered by WordPress.com.

Up ↑

%d bloggers like this: